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Tagesstrukturierende Maßnahmen für Jugendliche und Heranwachsende in Breisach und Freiburg

Zielgruppe Jugendliche und Heranwachsende zwischen 14 und 23 Jahren

1. Konzept

Das sozial- und arbeitspädagogische Angebot unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene in besonderen Lebenslagen, welchen es nicht, oder noch nicht gelingt eine schulische oder berufliche Qualifikation abzuschließen, oder ins Arbeitsleben einzufinden. Die Gründe hierfür können vielschichtig sein. Das Angebot bietet ihnen die Möglichkeit eine Tagesstruktur aufnehmen zu können und sich auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu orientieren.

Im Projekt wird der Grundsatz des Empowerments (Selbstbefähigung, Stärkung der Eigenkräfte) umgesetzt. Ziel ist es, die vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen zu erkennen, nutzen und auszubauen. Unsere strategische Vorgehensweise basiert auf einem ganzheitlichen, systemischen Ansatz.

Im Angebot begegnen die Teilnehmenden in der praktischen Arbeit folgenden Fragen:

 

2. Zielgruppen

Die Zielgruppe sind Jugendliche, bzw. junge Erwachsene zwischen 14 und 23 Jahren mit individuellen Einschränkungen, die derzeit weder eine Schule besuchen noch ein Qualifizierungsangebot der Agentur für Arbeit wahrnehmen. Oder eine Ausbildung/Arbeitsplatz haben und die von bestehenden Angeboten nicht erreicht werden oder nicht erreicht werden wollen.

 

3. Ziele

Das Institut für soziale Projekte e.V. (InSoPro) bietet mit dem Angebot Qualifizierungsmaßnahmen bzw. Arbeitserprobungen und sozialpädagogische Unterstützung für die oben genannte Zielgruppe an, um diese auf dem Weg (zurück) in einen strukturierten (Arbeits-)Alltag und oder auf eine schulische oder berufliche Ausbildung vorzubereiten. Im Fokus steht die praktische Berufsorientierung (BOT). Als weitere Ziele stehen die Wahrnehmung und Verbesserung von fachlichen und persönlichen Kompetenzen im Fokus. Handlungsleitend für die Arbeit vom InSoPro ist die „Hilfe zur Selbsthilfe“ (Empowerment).

Am Ende des Angebots erhalten die Teilnehmenden ein ausführliches persönliches Kompetenzraster und ein Zertifikat über die erlernten Techniken. 

 

3.a) Realisierung der Ziele

Unsere strategische Vorgehensweise basiert auf einem ganzheitlichen, systemischen Ansatz sowie dem Aufbau einer respektvollen Beziehung zu den Teilnehmenden. Das Training für berufliche Kompetenzen und die Arbeitserprobung finden in der Gruppe statt, um eine realistische Arbeitsumgebung zu simulieren.

Für die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse der Teilnehmenden finden zweimal wöchentlich Einzelgespräche mit den Fachkräften statt. Der Inhalt der Einzelgespräche gliedert sich in folgende Punkte:

Gemeinsame Zielsetzung (Nah- und Fernziele)

 Außerhalb der festen Zeiten gibt es bedürfnisorientierte Angebote. Hier sind folgende Module möglich:

 Arbeiten im Team

Wenn notwendig Vermittlung an zuständige Beratungsstellen bei:

 Suchtproblemen

 

4. Pädagogische Grundhaltung

4.a) Die Annahme des guten Grundes

Das Verstehen des Verhaltens der Jugendlichen: „Du reagierst normal auf unnormale Belastungen! Du bist nicht „verrückt, schlecht, o.ä.“ Alles, was du tust, hat eine innere Logik, kann verstanden werden (was nicht bedeutet, dass alles erlaubt ist)“. Wir akzeptieren als problematisch wahrgenommene Verhaltensweisen der Jugendlichen als eine mögliche Bewältigungs- oder Überlebensstrategie und setzen voraus, dass es einen guten Grund für dieses Verhalten gibt.

 

4.b) Der „sichere Ort“

Das Projekt bietet mit seinen Angeboten einen „sicheren Ort“ des Schutzes und möglichen Kontaktes an, der an keine Forderungen/ Gegenleistungen geknüpft ist und in welchem sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen wertfrei entfalten dürfen.

 

4.c) Wertschätzung

Die Lebenserfahrungen der Jugendlichen werden gewürdigt, wir stellen unser Fachwissen zur Verfügung, die Jugendlichen sind die Experten für ihr Leben. Dabei werden Fähigkeiten gewürdigt, die es zu entwickeln galt, um z.B. das Überleben (z.B. auf der Flucht, im Heimatland, aber auch auf der Straße, evtl. bei Freiern, Dealern etc.) zu sichern.

 

5. Tages strukturierende / arbeitspädagogische Angebote

Das Angebot findet Montag bis Freitag von 7:30 Uhr bis 13:00 Uhr statt, um einen Arbeitsalltag bzw. Schulalltag zu simulieren. Das Angebot dauert 8 Wochen bzw. 40 Tage welche sich wie folgt unterteilen: 

Bei Bedarf kann das Angebot auf maximal sechs Monate verlängert werden.

Die Arbeit setzt an den Fähigkeiten / Potentialen der Jugendlichen an und unterstützt sie dabei eigene Ressourcen zu erkennen und zu nutzen. Dies hilft ihnen ihren Selbstwert zu stärken und ihre Ziele zu erreichen. Um die berufliche Orientierung und den Einstieg in Ausbildung und Arbeit zu fördern, führen wir arbeitspädagogische und erlebnispädagogische Angebote durch und/ oder vermitteln wir in Praktika.

Die Tätigkeiten dienen dazu, dass die Teilnehmenden die für den Alltag wichtigen sozialen Kompetenzen wie Pünktlichkeit, Durchhaltevermögen, usw. erkennen und einüben können.

Jugendliche haben das Bedürfnis Teil einer Gemeinschaft zu sein, in der sie als Personen respektiert und anerkannt werden.

Die erlebnispädagogischen Angebote dienen zum Erweitern und Festigen der Softskills.

  

5.a) Vermittlung schulischer Grundkenntnisse

In den meisten Berufen sind die Grundrechenarten (bspw. Dreisatz) und gute Deutschkenntnisse erforderlich. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, werden die Teilnehmenden bei dem Wissensstand abgeholt, bei dem sie sich befinden und individuell unterstützt dieses Grundwissen zu lernen und anzuwenden.

  

5.b) Vermittlung beruflicher Kompetenzen 

Während des Angebots werden verschiedene berufliche Kompetenzen vermittelt und gefestigt.

  

5.c) Berufsorientierung (BOT) 

Die Berufsorientierung ist der Grundkern des Angebots. Während des Angebots können die Teilnehmenden in unterschiedliche Bereiche (Metall, Holz, Elektronik, Kaufmännischer Bereich) reinschnuppern und erhalten dadurch neue Kompetenzen und lernen Berufe kennen. Zudem werden die Voraussetzungen, Dauer der unterschiedlichen Ausbildungen/Berufe vermittelt. 

 

5.d) Arbeitserprobung

Während des Angebots wird regelmäßig zusammen mit den Teilnehmenden ein Kompetenzraster geführt. In diesem Raster sind verschiedene Kompetenzen aufgeführt. Das Ausfüllen erfolgt über eine Eigen- und Fremdeinschätzung einer Fachkraft. Am Ende des Angebots finden spezielle Arbeitserprobungstage statt, bei denen das gelernte praktisch und theoretisch abgefragt wird. Anhand der Ergebnisse wird ein Qualifizierungsbogen erstellt, welcher die Kompetenzen der Teilnehmenden spiegelt. Durch diese grafische Zusammenfassung können sich Ausbilder und Arbeitgeber ein gutes Bild von den Bewerbern machen. Gerade bei schlechten Zeugnisnoten ist eine positive Bestätigung über die vorhandenen Kompetenzen sehr wichtig.

Die Testung erfolgt anhand Vorgaben und Bewertungsbögen zu den unterschiedlichen Aufgaben bzw. Themen. Beispielsweise werden in Metall folgende Punkte bewertet:

- Bohrungen richtig anzeichnen und durchführen

Metallplatte im richtigen Winkel biegen

Als Kontrolle dienen Musterexemplare 

 

6. Zugang zum Angebot

Die Zuteilung erfolgt über Jugendamt, Jobcenter 

 

7. Partizipation und Beschwerdemanagement

Mitbestimmung, Mitgestaltung und die Möglichkeit Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen, ist ein Grundverständnis unserer Arbeit. Die Möglichkeiten hierzu sind vielfältig.

In wöchentlich durchgeführten Gruppengesprächen können demokratische Instrumente und Verfahren erprobt werden und Konflikte beigelegt werden. An diesem Gruppengespräch nehmen die Teilnehmenden und das Mitarbeiterteam teil. Im gemeinsamen Aushandlungsprozess können Vereinbarungen getroffen und Zieldefinitionen festgelegt werden.

Um eine anonyme Annahme von Beschwerden zu gewährleisten wird ein Briefkasten für Beschwerden aufgehängt. Die vorgebrachten Anliegen werden dann in der Gruppenkonferenz besprochen / geklärt.

Die bestehenden Verfahren der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an strukturellen Entscheidungen sowie zu Beschwerdeverfahren in persönlichen Angelegenheiten (siehe § 8 b SGB VIII) werden kontinuierlich erprobt und weiterentwickelt.

 

8. Schutzauftrag

Bezüglich des Themenschwerpunktes im Kontext zum Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 8a KJHG arbeiten wir auf der Grundlage der Vereinbarungen nach §§ 8a und 72a Sozialgesetzbuch VIII / Kinder- und Jugendhilfegesetz.

 

9. Personal

9.a) Mitarbeiter

Das pädagogische Team besteht aus 2 Männern und einer Frau. Dieses Team ist an die interne Struktur von InSoPro angegliedert. Methodik, Inhalte und Ziele werden während des Projekts kontinuierlich und professionell besprochen und diskutiert. Dies erfolgt in wöchentlichen Teambesprechungen, Intervisionen und Fallsupervisionen.

Die Dokumentation des Angebots erfolgt digital und schriftlich. Die digitalen Daten über wichtige Informationen werden lokal und in der internen Datenbank vom InSoPro gespeichert, um eine gegenseitige Intervision und Vertretung sicherzustellen.

 

9.b) Qualifikation 

Das Team setzt sich aus Arbeitserzieher, Sozialpädagogen und Erlebnispädagogen zusammen. In speziellen besonderen Fällen kann auf das multiprofessionelle Groß Team vom InSoPro zurückgegriffen werden.

Die Mitarbeiter nehmen regelmäßig an Supervision, internen und externen Fortbildungsmaßnahmen teil. 

 

10. Räumliche und sachliche Ausstattung

Unsere Räumlichkeiten in 79206 Breisach finden Sie in der Ihringer Landstraße 16. Diese sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn und Bus) gut erreichbar. 5 Gehminuten vom Bahnhof Breisach. Die Räumlichkeiten bestehen aus einer Werkstatt, einem großen Multifunktionsraum, zwei Büros, einer Küche und Toiletten. 

Die Räumlichkeiten in 79110 Freiburg finden Sie in der Mülhauser Straße 5. Sie sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Straßenbahn und Bus) erreichbar. Die Räumlichkeiten bestehen aus einer Werkstatt, einem großen Multifunktionsraum, einem Büro, einer Küche und Toiletten.